Kulturschock Kenia

Nach unserer Rückkehr aus dem Omo-Tal stand uns noch eine letzte Nacht in Konso bevor, wo wir uns vor allem auf unsere großen Rucksäcke  (die wir dort untergestellt hatten) und eine richtige Dusche gefreut. Unsere Rucksäcke bekamen wir, eine Dusche leider nicht. Nach einer recht kurzen Nacht ging am nächsten Morgen um 4 Uhr unser Bus in Richtung Moyale zur kenianischen Grenze. Dass mir hier die wohl schlimmste Busfahrt meines Lebens bevorstand, war mir im Vorweg nicht bewusst, aber schön geht definitiv anders. So war ich dementsprechend froh, als mich der Bus nach ca 6 Stunden Fahrt in Moyale ausspuckte und auch unsere Rucksäcke, die oben auf dem Dach festgebunden waren, in einem Stück ankamen. Ursprünglich stand der Plan, noch gemütlich Mittag zu essen, noch einen wunderbaren äthiopischen Kaffee (Buna) zu trinken und für den nächsten Tag den Grenzübergang und die Weiterfahrt zu planen. Aber – wie so häufig im Leben – kam alles ein wenig anders, sodass ich plötzlich mit einem kenianischen Visum im Pass auf der kenianischen Seite der Stadt stand und das traumhafte Äthiopien hinter mir gelassen hatte. Fast ein wenig wehmütig, da ich mich in Äthiopien wirklich sehr wohl gefühlt habe, und es mit dann doch irgendwie zu plötzlich passierte, haben wir dann einen Zimmer für die Nacht und einen Bus für den nächsten Tag organisiert und haben uns dann den Ort ein wenig angesehen, wobei mir als allererstes überraschend auffiel, dass mit einem Mal – im Gegensatz zu Äthiopien – nahezu jeder Englisch sprach, was ich zunächst aber auf die Tatsache schob, dass sich an der Grenze sicherlich viele Touristen tummeln. (Ohne allerdings weitere Touristen gesehen zu haben.) Ein weiteres Mal wurde uns unsere Dusche verwehrt und wir freuten uns darauf, am nächsten Tag Kenia erkunden zu können. Um nicht allzu weit fahren zu müssen, sind wir nur ein paar Hundert Kilometer nach Marsabit gefahren (im Übrigen eine weitere abenteuerliche Busfahrt!), wo uns erstmal 2 ruhige Tage bevorstanden, in denen Wäsche gewaschen und in der Sonne gebrutzelt wurde und Sabrina ihre Erkältung auskurieren konnte. Dafür hatten wir uns dann zur Abwechslung mal eine etwas bessere Unterkunft ausgesucht, wo uns endlich – das erste Mal nach einer gefühlten Ewigkeit – eine Dusche mit fließend Wasser erwartete, die wir nicht mit Kakerlaken oder anderem Viehzeugs teilen mussten.

Marsabit war ansonsten eher wenig spannend (dafür aber umso staubiger!) und das erste Mal, seit wir diese Reise angetreten haben, empfand ich viele der Leute auf der Straße als sehr aufdringlich und unangenehm. Zwar wurden wir auch in Äthiopien viel angesprochen, aber irgendwie auf eine andere, sympathischere Art und Weise. Bei unserer Ankunft in Kenia brüllte aber jeder Auto- und Motorradfahrer uns hinterher „Mzungu! Mzungu!“ Zwar störe ich mich an so etwas nicht, aber die Art und Weise war hier einfach sehr unangenehm. Darüber hinaus war ich wirklich überrascht, dass auch hier jeder Englisch sprach. Und obwohl Marsabit eine eher kleine – und alles andere als moderne – Stadt ist, hat mich die Hektik und „Modernität“ der Stadt kurzzeitig überfordert. Statt Eselkarren und beladenen Pferden bekamen wir plötzlich wieder jede Menge Autos und Motorroller geboten. Es fiel mir in den ersten 2 Tagen tatsächlich sehr schwer, mich auf Kenia einzulassen, was wohl in erster Linie auch daran lag, dass wir dort wenig unternommen haben. Deshalb habe ich mich dann auch sehr auf die Weiterfahrt nach Nanyuki gefreut, wo wir den Äquator überqueren wollten und auch mit dem Gedanken gespielt hatten, den Mount Kenya zu erklimmen.

In Nanyuki sah die Welt, bzw Kenia schon wieder viel freundlicher aus, die Menschen waren nicht so aufdringlich und das Städtchen hatte ein paar Highlights zu bieten. So sind wir in ein Animal Orphanage gegangen, indem verletzte Wildtiere aufgenommen werden, mit dem Ziel, sie irgendwann wieder in die Freiheit zu lassen, was natürlich häufig nicht allzu einfach ist. (Dort habe ich im Übrigen auch meinen 1. Leoparden zu Gesicht bekommen, der allerdings sehr einsam ist, aber auch noch nicht bereit für die Auswilderung 😦 ) Leider war das Wetter in Nanyuki nicht allzu sehr auf unserer Seite, sodass sich der Aufstieg auf den Mt Kenya als sehr schwierig gestaltet hätte, sodass ich dieses Vorhaben auf meinen nächsten Aufenthalt verschieben musste 😉 Aber auch in Nanyuki ließ das Gefühl vom „umgekehrten Kulturschock“ noch nicht so richtig nach – überall gab es „richtige“ Restaurants und alles wirkte irgendwie „zivilisierter“. Natürlich war mir von Anfang an bewusst, wie verrückt es klingt, von der Fortschrittlichkeit einer kenianischen Kleinstadt überwältigt zu sein (und im übrigen sehe ich mittlerweile das Land auch schon mit sehr anderen Augen), aber es war dann doch irgendwie was anderes.

In Nanyuki hatte ich außerdem das Glück, die Fuhara Foundation besuchen zu dürfen, ein ähnliches Projekt wie mein geliebtes Thakaneng, das sich um Straßenkinder, bzw generell benachteiligte Kinder kümmert. Es war sehr spannend, sich das Projekt, die Arbeit und die Räumlichkeiten anzusehen und ich finde die Arbeit der Organisation großartig (vor allem, weil alle Kinder so wohlerzogen schienen, keiner, der Drogen nimmt oder sonst wie aus der Reihe tanzt… also irgendwie doch ganz anders als Thakaneng 😀 ) Ich habe dort den Nachmittag verbracht, da es draußen sowieso in Strömen regnete. Am Abend habe ich dann noch durch Zufall bei einem Bier eine junge Kenianerin kennengelernt, die in den letzten Jahren einige Schicksalsschläge wegzustecken hatte, aber trotzdem eine unheimliche Stärke besaß, wie ich sie bei wenig europäischen Frauen gesehen habe. Dieser Abend hat mir wieder einmal gezeigt, warum ich viele afrikanische Frauen so bewundere.

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Nyeri, wo wir den Tag über verbrachten, über Märkte schlenderten und das erste mal seit langem wieder in einem richtigen Supermarkt standen (was mich im übrigen auch irgendwie aus der Bahn geworfen hat, denn irgendwie passte dieser moderne, große Shop neben den ganzen Marktständen nicht ins Stadtbild). Hier wurde mir vor allem zum ersten Mal der extreme Kolonialstil Kenias so richtig bewusst, denn die Gebäude in Nyeri spiegelten dies noch richtig stark wieder. Auf dem Markt war ich sehr überrascht, überall Händler mit 2nd Hand Kleidung zu sehen, zumal es dabei auch viele Teile gab, die irgendwie nicht nach Kenia passten, wie Shirts mit Aufschriften a la „Diving in Thailand“ oder „Frankreich 2013 – Ich war dabei!“. Nachdem ich diese Marktstände gesehen habe, habe ich mich dann doch mal wieder vermehrt gefragt, was tatsächlich mit unseren Klamotten passiert, die wir in Deutschland in die – ach so tollen – Altkleidercontainer schmeißen.

Von Nyeri ging es in einer sehr anstrengenden, langen Nachtfahrt Richtung Ostküste, wo wir als erstes Malindi ansteuerten, wo ich überrascht wurde von unzähligen Italienern, die dort leben oder einfach nur Urlaub machen. Der „Italienerüberschuss“ scheint hier so stark zu sein, dass viele Einheimische sogar in den Schulen Italienisch lernen und man immer und überall mit „Ciao“ begrüßt wird. Hier wurde also das erste mal der Strand und das Meer genossen, was für mich als Insel natürlich ganz besonders schön war, denn es gibt ja kaum etwas besseres als Salz in den Haaren und eine steife Brise im Gesicht 🙂 Malindi ist auch generell ein wirklich süßer Ort, wenn auch etwas chaotisch, mit all seinen Tuk Tuk und Motorrädern, auf denen man mit bis zu 4 Leuten fährt – aber gut, das ist eben Kenia 🙂
 

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Südäthiopien – Traditionen auf der Spur

War ich doch am Anfang sehr enttäuscht, unsere ursprüngliche Route in Richtung Bahir Dar und Lalibela nicht einhalten zu können, waren die letzten Tage so erlebnisreich, dass ich sehr froh bin, den Weg gen Süden gewählt zu haben.

Von Addis sind wir nach Awassa gefahren, wobei die Fahrt dorthin ein absoluter Traum war, durch unzählige traditionelle äthiopische Dörfer, vorbei an unzähligen Eselkarren, die hier noch tatkräftig zum Einsatz kommen und endlosen Ziegen- und Kuhherden.  In Awassa haben wir den Tag am See in wunderbarer Landschaft verbracht, haben eine Bootstour unternommen, auf der wir Hippos beobachten konnten und haben uns abenteuerlustig in ein Straßencafé gesetzt und uns einfach mal auftischen lassen, was es dort gibt. Hat man häufig das Gefühl, als Weißer „über den Tisch gezogen zu werden“ und höhere Preise zu zahlen als die Einheimischen, waren wir in diesem Straßencafé positiv überrascht, als die 14-Jährige Zara, die dort neben uns saß, darauf bestanden hat, uns zum Essen einzuladen, was uns sehr unangenehm war, aber wir konnten sie nicht davon abbringen.
Die Unterkunft, die wir uns in Awassa gesucht hatten, hatte ein sehr angenehmes, raggaelastiges Ambiente, darüber hinaus hatte es vor allem sehr siffige Klos und kein fließend Wasser. Dafür war es günstig und direkt am See gelegen. (An dieser Stelle schon mal vorweg: es war im Grunde genommen die Unterkunft mit den besten sanitären Einrichtungen für eine ganze Weile…)


Nach nur einem Tag sind wir weiter gefahren in Richtung Arba Minch. Die Fahrt zu organisieren, gestaltete sich als schwieriger als erwartet, weil an der Busstation viele Fahrer meinten, mit uns das Geschäft ihres Lebens zu machen und uns eine private Fahrt aufschwatzen könnten. Da nahezu niemand Englisch sprach, war es also nicht allzu einfach, einen öffentlichen Bus zu finden, der uns an unser Ziel bringen konnte. Letztlich konnten wir aber auch das Hindernis bewältigen und sind sicher und zufrieden angekommen. Am Busbahnhof wurden wir gleich von unzähligen Taxifahrern belagert, die uns zu unserer Unterkunft bringen wollten. Eine Unterkunft hatten wir allerdings natürlich noch gar nicht, sodass wir uns erst einmal danach auf die Suche begeben mussten, um danach mit knurrenden Mägen in einem local Restaurant zu sitzen, wo wir glücklicherweise auf einen einheimischen Studenten trafen, der auch ein wenig Englisch konnte und uns so ein wenig mehr Tipps und Infos zu Arba Minch geben konnte. Er vermittelte uns auch noch an einen Freund , der Tourguide mit 10 Jahren Erfahrung ist (wobei man da wohl nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen sollte ;)), der uns anbot, eine sehr unkonventionelle Tour ins Omo-Tal zu unternehmen.

Am nächsten Tag sind wir mit besagtem Tourguide dann aber erst einmal nach Dorze gefahren, einem Bergdorf unweit von Arba Minch. In Dorze wird noch ein sehr traditionelles Leben gelebt und wir haben gesehen, wie die Leute leben, wie sie sich versorgen (Grundnahrungsmittel sind hier „False Bananas“), durften ihre lokalen Spezialitäten probieren, den Markt besuchen, Webern bei ihrer Arbeit zusehen und selbst versuchen, aus Baumwolle Garn zu spinnen. Darüber hinaus gab es jede Menge guten (und vor allem unverschämt günstigen!) Kaffee. Genauso wie der Besuch von Dorze für uns ein Highlight war, waren wir als Besucher für die Einheimischen ein Highlight, da wir glücklicherweise tatsächlich an einem Ort angekommen waren, wo Tourismus noch keine Rolle spielt, also man die Kultur so sehen und erleben darf, wie sie wirklich ist und nicht, wo sie gestellt wird, wie es ansonsten häufig der Fall ist.

Vollkommen überwältigt von den ganzen Eindrücken sind wir abends zurück in unsere Unterkunft gekommen und haben uns dazu entschieden, tatsächlich eine Tour ins Omo-Tal mit Asmawmaw zu wagen. Zwar mussten wir ihm dafür auch ein kleines Entgelt bezahlen, aber dafür versprach er uns, dass wir „die Wiege der Menschheit“ wirklich so unkonventionell sehen würden, wie es Touristen nicht häufig gelingen würde… wir waren also gespannt! Erstmal ging es aber noch darum, einen Abend in unserem Hotelzimmer zu überstehen, dass wir leider mit einer Menge Kakerlaken teilen durften. Leider nicht nur das Zimmer, in der ersten Nacht sogar das Bett; denn trotz unseres Moskito-Netzes hatte es einer unserer ungeladenen Gäste geschafft, Sabrina in ihrem Schlafsack einen Besuch abzustatten. Schön geht in jedem Fall anders, aber ich denke, in diesem Fall gibt es nur eine Sache zu tun: Augen zu und durch und sich immer wieder einreden, dass es halt Afrika ist.

Am Freitagmorgen ging es dann um 5 Uhr los, zunächst sind wir nur eine kurze Strecke bis nach Konso gefahren, wo wir bei Freunden von unserem Guide unsere großen Rucksäcke lagern konnten, um unsere Tage im Busch nur mit kleinem Gepäck bestreiten zu müssen. Nach einer kurzen Stärkung ging es dann weiter nach Jinka, was als „Tor zum Omo-Tal“ gilt. Da in Jinka aber erst samstags Markttag ist, sind wir direkt auf 2 Motorräder gesprungen (die hier als Taxis fungieren) und sind weiter ins Ari Dorf gefahren, wo wir bei Asmawmaws Familie die Nacht verbringen durften. Nach einer wilden Fahrt sind wir in Ari angekommen, wo wir bei unserer „Gastfamilie“ Kaffee frisch geröstet und danach weiterverarbeitet und genossen haben, danach sind wir dann durchs Dorf spaziert, haben gelernt, wie man Injera (Hauptnahrungsmittel in Äthiopien) herstellt, traditionelle Krüge töpfert, Schnaps brennt und Messer herstellt. Außerdem war die Landschaft ein Traum und wir haben uns sofort wohl und vor allem herzlich willkommen gefühlt. Später haben wir den Markt und eine Schule besucht, frisch hergestellten Honigwein getrunken und Kühe mit Bananenschalen gefüttert. Wir haben die Dorfälteste kennengelernt und im Fluss gebadet. Danach ging es zurück zu unserer Gastfamilie, wo wieder mal frisch gebrühter Kaffee und ein großzügiges Abendessen auf uns wartete. Nach einem ereignisreichen Tag und einem Abend am Feuer mit traditionellem Ari-Tanz und -Gesang und Sternegucken war es für uns an der Zeit, unsere Betten in der Hütte zu beziehen. Jedoch nicht, ohne vorher die sanitären Einrichtungen zu besuchen (von denen wir leider versäumt haben, ein Foto zu machen, aber man stelle sich folgendes vor: ein Loch im Boden, das mit ein paar Holzbalken, auf die man sich sich stellt, bedeckt ist und darüber ein kleines Strohdach)… Nachdem Sabrina nachts Besuch von Bettwanzen hatten (ja, die Arme bekommt tatsächlich alles ab), haben wir unser Lager für die Nacht unter den Sternenhimmel verlegt, wo es sich wesentlich angenehmer schlief.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück mit den Motorrädern wieder zurück nach Jinka, wo an diesem Samstag Markttag war. Der Markt wird von vielen unterschiedlichen Stämmen aus dem Tal besucht, sodass wir vor allem viele Menschen aus dem Mursi-Stamm gesehen haben. Zu dem Mursi-Stamm gehören die Leute, die sich mit Holztellern in Ohren und Lippen schmücken und damit ihre Stammeszugehörigkeit ausdrücken. Hatte man gerade von diesem Stamm schon viel gehört, war es doch irgendwie sehr befremdlich, die Menschen in echt zu sehen. Allerdings war es ein wenig schade, zu sehen, wie diese einmalige Kultur auch mittlerweile dem Kommerz zum Opfer gefallen ist. Viele der Mursi kamen zu uns, wollten mit uns Fotos machen um dafür Geld zu verlangen.
Um all die Eindrücke zu verarbeiten, sind wir dann auf den höchsten Punkt der Stadt marschiert, von wo aus wir einen einmaligen Blick auf das geschäftige Markttreiben hatten. Auf dem Markt werden im Übrigen alle nur erdenklichen Waren feilgeboten: von Holz (das die Frauen auf ihren Rücken oder Eseln dorthin schleppen) über Bananen und Avocados bis hin zu Tieren wie Eseln, Ziegen oder Kühen.

Da Jinka eine etwas größere Stadt war, haben wir hier den Samstagabend genutzt, um uns die „Partykultur“ der Einheimischen zu Gemüte zu führen, die mich teilweise stark an das Weggehen im Township erinnert hat. Im Übrigen werde ich mir Bilder und Beschreibungen der Klos in unserer Unterkunft in Jinka verkneifen – es ist für alle das beste 😀
Sonntagmorgen sind wir dann weiter nach Turmi gefahren, um dort die Dörfer das Hamar Volkes zu besuchen, wo an diesem Tag festliche Zeremonien stattfinden sollten, die wir besuchen konnten. Da es von Turmi aus noch ein Stück zum Dorf und auch zu unserem Zeltplatz war, ging es also wieder rauf auf die Motorräder und nach einer waghalsigen Fahrt, nach der wir von oben bis unten eingestaubt waren, kamen wir dann zumindest schon mal am Zeltplatz an, von wo es dann auch direkt weiter ins Hamar Dorf ging. Nachdem wir das letzte Stück zu Fuß zurückgelegt hatten, haben wir schon die Frauen des Stammes singen und tanzen gehört und nach kurzer Zeit entdeckten wir sie dann auch. Die Frauen des Stammes mit ihren mit Butter eingeschmierten und Erde eingefärbten Dreadlocks (die im Übrigen leider ganz schön stinken) und ihren Röcken aus Ziegenleder. An dem Tag sollte auf dem Berg des Dorfes noch das „Bulljumping“ stattfinden, wobei junge Männer, die am nächsten Tag heiraten, in einem Versuch über drei Bullen springen. Bevor diese Zeremonie allerdings begonnen hat, waren wir ein wenig überrascht, als wir uns das recht masochistische Auspeitschen der Mädchen und Frauen ansehen sollten. Das Verrückte dabei ist, dass es hierbei viel weniger von den Männern ausgeht als ich vermutet hätte. Die Mädchen sammeln sich die Äste selbst zusammen und prügeln sich tatsächlich darum, wer sich zuerst vor den „Whipper“ stellen darf, der sie dann peitscht. Mit dieser Tradition beweisen die Frauen des Stammes ihre Stärke und je doller die Narben auf dem Rücken, desto stärker die Frau. Nicht eine Miene haben sie dabei verzogen, sondern waren lediglich enttäuscht,. wenn der Hieb nicht fest genug war und haben dann den Whipper ausgelacht, dass er schwach sei, sodass er dann noch einmal ausgeholt hat. Erst wenn die Striemen auf dem Rücken geblutet hat, war es ein guter Hieb… Zwar war es sicherlich auf einer Seite interessant, sich so etwas anzuschauen, aber es ist für uns einfach eine völlig unverständliche Tradition, von der man den jungen Mädchen wahrscheinlich nur wünschen kann, irgendwann Abstand nehmen zu können. Wir fanden es demnach auch nicht angebracht, von diesem Spektakel Bilder zu machen und haben höchstens mal ein Foto gemacht, wenn die Mädchen stolz auf uns zukamen, um ihre blutigen Striemen zu präsentieren und dann darauf bestanden, dass wir das mit unsere Kamera festhalten. Nach einer Weile kam leider eine weitere Gruppe Touristen an, die gleich unverschämt ihre Kameras drauf gehalten und die jungen Mädchen wie Tiere im Zoo begafft haben. Da war uns dann die Lust vergangen und so sind wir zurück zu den Motorrädern gegangen um zum Bulljumping zu fahren. Die Fahrt dorthin war im Übrigen die schlimmste Fahrt meines Lebens und ich hatte kurzzeitig Angst um mein Leben und habe drei Kreuze gemacht, als wir auf dem Berg ankamen 😀 Dort wurden wir von den krassesten Gegensätzen dieser Tage überrascht: das traditionell gekleidete Hamar Volk, das mit ihren Maschinengewehren und Patronengürteln den Jumper anfeuern, über die Bullen zu springen.

Nach all diesen spannenden und zugleich befremdlichen Eindrücken sind wir später durch die unglaublich beeindruckende Landschaft zurück zum Campingplatz gefahren, wo wir am Lagerfeuer die Eindrücke versucht haben, zu verarbeiten, wobei das vermutlich noch eine ganze Weile dauern wird. Auch hier saßen wir mit einer Hamar Frau, die mir ebenfalls noch einmal vor Stolz ihre Narben gezeigt hat und mir ihre selbstgemachten Ketten geschenkt hat. Außerdem wollte sie am nächsten Tag noch eine Ziege für misch schlachten, was ich allerdings dankend abgelehnt habe.
Am nächsten Morgen ging es dann zum Frühstück zurück nach Turmi, wo wir dann noch über den Markt geschlendert sind, noch auf einen Mann aus dem Karo-Stamm gestoßen sind und ein paar Souvenirs gekauft haben. Dann ging leider das ziemlich lange Warten los, bis wir uns einen Transport organisieren konnten. Während des Wartens haben wir einem Hamar Mann versucht, Englisch beizubringen und eine Hamar Frau war endlos begeistert von Sabrinas Sonnencreme – und genau dies sind die Art von Begegnungen, auf die ich mich auf dieser Reise so sehr gefreut hatte.
Transport haben wir dann letztlich von einem LKW bekommen, wobei ich davon nicht allzu viel gehalten haben, denn bei einem Überholmanöver und einem Fast-Crash mit einem Motorradfahrer ist der LKW von der Straße abgekommen und für eine kurze Sekunde habe ich gedacht: Das war’s! Aber es ist eben, wie es ist: That’s Africa! 😀

Mittlerweile sind wir in Kenia angekommen und ich muss sagen,m dass ich von Äthiopien absolut begeistert bin. Ich liebe es, wie ursprünglich dieses Land noch ist, man sieht wenig „aufgezwungenen“ weißen Einfluss und irgendwie findet man hier noch so das „echte Afrika“, das man erwartet.

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Orientierungslos ins neue Jahr

FÜR FOTOS IST LEIDER DAS INTERNET ZU SCHLECHT 😀
Kurz vorweg: Ich bin großer Fan von Addis Abeba, Addis von mir offenbar eher weniger. Seit unserer Ankunft am Freitagabend hat im ersten Anlauf erstmal nichts geklappt, aber letztlich hat sich immer alles so entwickelt wie geplant. Aber dazu später mehr.
Nach einem langen, aber recht angenehmen Flug kamen wir Freitagabend in Addis an und haben uns – wider Erwarten – sehr problemlos unser Visum organisiert, die Einreise hatte also schon einmal geklappt. Begrüßt wurden wir mit den Worten „Happy New Year 2009“. Dass in Afrika die Uhren prinzipiell etwas langsamer ticken, ist ja nichts Neues mehr, aber in Äthiopien scheinen sie ganz besonders langsam zu ticken. Tatsächlich wird hier am 11. September Silvester gefeiert und die Zeitrechnung ist der unseren ein wenig hinterher. Nun gut, warum auch nicht!?
Allein am Flughafen und am Parkplatz dessen, sowie auf der Fahrt zu unserer ersten Unterkunft, überkam mich dieses wunderbare „Afrika-Gefühl“, das ich so sehr mag. Am ersten richtigen Tag haben wir uns dann dazu entschlossen, erst einmal unsere Gegend zu erkunden, wofür uns jemand aus unserem Guesthouse angeboten hatte, uns herumzuführen, wenn wir in 10 Minuten startklar wären. 9 Minuten standen wir geschniegelt und gestriegelt auf dem Hof, aber von unserem Guide keine Spur. Auch in den nächsten 40 Minuten ließ er sich nicht blicken  (African Time eben…), sodass wir dann doch auf eigene Faust loszogen und uns erst einmal etwas zum Frühstücken gesucht haben, wo ich dann auch meinen ersten äthiopischen (im Vorweg sehr hoch angepriesenen) Kaffee bekommen habe. Nachdem wir uns Bole angesehen hatten, wollten wir in Richtung des Mercato fahren (größter Markt Afrikas) und sind kurzerhand in ein Minitaxi gesprungen. Als wir dann ankamen, waren wir aber erst einmal ziemlich verloren, wussten nicht, in welche Richtung wir gehen sollten und irgendwie konnte uns auch niemand wirklich helfen. So sind wir etwas ziellos durch den knietiefen Matsch des Markets gestapft, vorbei an einer schier endlos breiten Masse an Waren, und mir spukte ständig nur ein Gedanke durch den Kopf „Ach Afrika, wie sehr hab ich dich vermisst.“ Die Rückfahrt gestaltete sich dann als recht schwierig, weil niemand so recht wusste, wo wir hinmussten – und wir ja am allerwenigsten 😀 Nach einer langen Taxifahrt und einem noch längeren Fußmarsch  (ohne Orientierung, Karte und Plan) kamen wir dann wieder in Bole an, haben uns was zu essen gesucht und sind auch endlich auf der Suche nach einer Handykarte erfolgreich gewesen.
Vom New Year’s Eve hat man am Abend dann überraschend wenig mitbekommen (die großen Partys standen offenbar in erster Linie in den 5*-Hotels der Stadt an, wonach uns nicht so richtig der Sinn stand), bis auf ein wenig Feuerwerk und ein paar stark bewaffnete Soldaten.
Am nächsten Tag haben wir erstmal unsere Unterkunft gewechselt und hatten uns dann überlegt, auf den Entoto Mountain zu fahren, dort das Museum der St Mary’s Church und den  Palast des Gründers von Addis zu besichtigen, sowie die Aussicht auf die Stadt zu genießen. „Zufällig“ haben wir dann einen Einheimischen getroffen, der uns die Fahrt hoch organisiert und erklärt hat. Allerdings fing es in dem Moment, als wir uns auf den Weg machten, ganz entsetzlich an zu regnen, sodass uns ziemliche Wassermassen entgegen kamen, aber unser Fahrer meinte, es sei kein Problem. Zu einem Problem  wurde es dann aber natürlich doch, als kurz vorm Ziel das Auto komplett den Geist aufgab. Lachend und ziemlich gelassen (trotz Regen) sind wir dann den Rest des Weges zur Kirche gegangen und wieder einmal dachte ich mir nur, dass ich mal wieder geradewegs in eine „typisch afrikanische“ Situation hinein katapultiert wurde. Da wir nicht recht wussten, wie wir von der Kirche zum Palace kommen sollten (der, wie sich später herausstellte, direkt dahinter befindet), sind wir erst einmal zurück zum Auto, bzw zu dem, was davon übrig war, zurückgegangen, um der Kälte und Nässe zu entkommen. Alle Einheimischen, die an uns vorbei liefen (im übrigen in ihren ganz entzückend schönen traditionellen Kleidungen), wünschten uns alle lachend ein „Happy New Year“ oder fälschlicherweise auch gerne mal „Happy Birthday“!
Ein zweites Auto befand sich angeblich auf dem Weg, und nach einiger Zeit des Wartens kam es dann auch, die Batterie wurde ausgewechselt und wir konnten doch noch den Rest der Besichtigungspunkte ansteuern. Mittlerweile hatte es auch aufgehört zu regnen, es war aufgeklart und alles strahlte in einem ganz anderen Licht, so bspw.auch der Markt Shromeda, den man auf dem Mount Entoto findet.
Letztlich konnten wir dann auch noch einen wunderbaren Blick auf Addis genießen! Und zur Entschädigung, dass alles so chaotisch verlief, lud Leo (der uns bei der Organisation der Fahrt geholfen hatte) uns zu sich nach Haus ein, um den Feiertag zu zelebrieren.
Am Montagmorgen machten wir uns früh auf zur Botschaft Kenias, um unser Visum für die Weiterreise zu beantragen. Die Hälfte der Leute, die wir gefragt hatten, hatte uns gewarnt, dass die Botschaft geschlossen sein würde auf Grund eines muslimischen Feiertages, aber sowohl Google als auch die andere Hälfte unserer Informanten sagte, es sei kein Problem, die Botschaft habe geöffnet. Dass allerdings die erste Hälfte Recht behalten sollte, wurde uns dann bewusst, als wir Montagmorgen vor verschlossenen Türen saßen. Ohne Visum im Pass haben wir dann das National Museum (und Lucy!), sowie die Holy Trinity Church besucht und haben uns entschieden, jetzt trotzdem weiterzureisen. Unsere ursprüngliche Reiseroute über Bahir Dar in Richtung Lalibela mussten wir leider auf Grund von Unruhen, Demonstrationen und Straßenblockaden ändern, sodass wir nun auf dem Weg in Richtung Süden des Landes sind, um dort letztlich das Omo-Tal und die Wiege der Menschheit zu besuchen.
Fun Facts über Addis:
-Wie viel eine Fahrt im Minitaxi kostet, wissen wir immer noch nicht, da wir jedes Mal einen anderen Betrag gezahlt haben
-Die Stadt ist  (vor allem im direkten Vergleich zu Südafrika) erstaunlich sicher, sodass man auch im Dunkeln sich problemlos bewegen kann
-Ich bin mir fast sicher, dass dies nicht der letzte Besuch in dieser beeindruckenden Stadt war 🙂
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Budapest – ein bisschen nach Hause kommen

September 2016… Es erscheint mir so surreal, dass wir schon wieder so weit im Jahr vorangeschritten sind. Ist es doch gerade mal ein Jahr her, dass ich mein Masterstudium in Schottland begonnen habe. Ich habe allerdings viel mehr das Gefühl, es war erst gestern, vorgestern maximal.

Schottland war eine wunderbare, wenn auch anstrengende Erfahrung, aber nun gut, ein Master ist eben doch kein Zuckerschlecken. Nach einigen spannenden Abenteuern in diesem wunderbaren Fleckchen Erde war es dann aber Anfang Mai schon wieder an der Zeit, zumindest kurzzeitig nach Deutschland zurückzukehren, denn für meine Masterarbeit stand mir eine weitere Reise in mein geliebtes Südafrika bevor. Ich hatte die Möglichkeit gefunden, Arbeit und Vergnügen zu verbinden und habe an einem Thema gearbeitet, das sich um gemeinnützige Einrichtungen in Südafrika drehte, sodass ich natürlich keine andere Wahl hatte, als runterzufliegen.

Das Schicksal meinte es dann auch wirklich gut mit uns, sodass meine liebe Schwester kurzerhand ebenfalls die Möglichkeit hatte, mitzukommen, sodass ich nicht nur in Potch war, sondern wir darüber hinaus auch noch ein wenig herum gekommen sind. Und – wie sollte es anders sein – es war mal wieder eine traumhafte Zeit. Ich wurde von meinen Liebsten wieder mit offenen Armen empfangen und auch auf unserer Reise konnte das Land uns wieder mit all seiner Schönheit beeindrucken.

Nach vier Wochen in Südafrika wartete dann wieder der Ernst des Lebens in Deutschland und eine stressige Zeit, in der ich meine MA fertig schreiben musste, um danach den Sommer zu Hause in vollen Zügen und mit vielen wunderbaren Menschen, wovon ich einige viel zu lang nicht gesehen hatte, zu genießen.

Und dann war es auch schon so weit und das nächste Abenteuer stand bevor, zunächst mit einem Abstecher nach Budapest. Es war auf den Tag genau 5 Jahre her, seitdem ich das erste Mal in dieser beeindruckenden Stadt ankam, damals um mein Auslandssemester hier zu verbringen. Und nun war es auch schon wieder ziemlich genau 4 Jahre her, dass ich das letzte Mal dieser Stadt einen Besuch abstatten konnte. Aber wie lang die Zeit dazwischen auch gewesen sein mag, zurück nach Budapest zu kommen, ist irgendwie auch ein bisschen nach Hause kommen, denn auch an diese Stadt habe ich einen Teil meines Herzens verloren. Wenig hatte sich hier geändert und auch an Charme und Schönheit hatte diese Stadt nicht verloren.

Meine liebe Dodo, die sich spontan entschieden hatte, mitzukommen, und ich, waren – wie auch damals schon – von der Stadt absolut hingerissen und haben deshalb voller Begeisterung meine, bzw unsere damaligen Lieblingsplätze besichtigt. So waren wir am Parlament, auf der Margareteninsel, sind zur Fischerbastei hochgestiefelt und haben außerdem meinen Lieblingsbars und Restaurants einen Besuch abgestattet. Melancholisch gestimmt bin ich durch die Straßen gewandert und habe an die so wunderbare Zeit damals gedacht, habe Orte gesehen und musste lachen bei dem Gedanken an diese oder jene Begebenheit.

Da das Wetter noch absolut großartig war, ging es für uns dann noch weiter Richtung Balaton, wo wir in Siofok noch einmal die Seele baumeln lassen und die Sonne genießen wollten. Und das haben wir bei wunderbaren Gesprächen, vielen Lachern und 35 Grad auch zur Genüge getan, auch wenn um uns herum doch sehr viele merkwürdige Menschen waren, aber das sollte uns ja nicht in unserer guten Zeit einschränken. Und der ein oder andere hat dann ja doch immer mal wieder Anlass zum Munkeln oder Lachen gegeben, so zum Beispiel der Junge, der mit der Hitze nicht klarkam und sich kurzerhand mit seinem Kopf in den Rucksack legte.

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Nach Dodos Abreisetag blieben mir noch zwei Tage allein in Budapest, die ich genutzt habe, um nochmal über großartige vergangene Zeiten nachzudenken. Und letztlich hat dieser Besuch mir einfach nochmals meine Liebe zu diesem Land und vor allem der Stadt begründet. Und so kann ich mit absoluter Gewissheit sagen, dass auch Budapest irgendwie immer ein Stückchen Heimat bleiben wird.

Nun ist es aber an der Zeit,weiterzuziehen, denn weitere Abenteuer erwarten mich. Heute Abend werde ich in Addis Abeba landen und wahrscheinlich glückseelig sein, wieder afrikanischen Boden unter meinen Füßen zu spüren.

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Looking for Lommie

Die Woche nach Mimis Abreise habe ich – mehr oder weniger – genutzt, um mich auf die Uni zu konzentrieren. Zugegeben, eher weniger als mehr, aber immerhin der Wille war da!
Am darauffolgenden Freitag stand dann auch schon der nächste Besuch vor der Tür und es war wieder an der Zeit, Schottland weiter zu erkunden.
Da Lisa sehr entscheidungsfreudig ist, war es im Vorwege überhaupt kein Problem, uns dafür zu entscheiden, dass wir in Richtung Loch Lomond fahren würden, um dort das Wochenende zu verbringen. Wir hatten uns auf eine Fahrradtour, sowie ein wenig Wandern eingestellt.

Als Lisa in Glasgow ankam, hat es allerdings so in Strömen geregnet, sodass wir zunächst wenig Sinn darin gesehen haben, schon loszufahren. Deshalb haben wir es uns zunächst in einem Pub gemütlich gemacht und Lisa wurde traditionell britisch mit Cider begrüßt 😉
Der Regen war zwar nicht weniger geworden, aber wir haben uns dann trotzdem entschieden, nach Balloch weiterzufahren – wir hatten die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
Leider wurden wir auch vor Ort enttäuscht. Zu allem Überfluss haben wir unseren Couchsurfing-Host nicht erreicht, sodass wir es uns erneut in einem Pub gemütlich gemacht haben. Nach einigem Warten, vielen fragenden Blicken seitens der anderen Pub-Besucher und dem einen oder anderen Cider, waren wir gerade dabei, Alternativpläne zu schmieden, als sich unser Host endlich gemeldet hat.
Den Rest des Abends haben wir mit Kenny und seinen Freunden zu Haus verbracht – ich glaube, er hatte ein schlechtes Gewissen, dass er uns so lang hat warten lassen und hat uns, um das wieder gutzumachen, mit sehr viel Alkohol und sehr viel Essen gefüttert – er schien verstanden zu haben, wie man uns als Freunde gewinnt 😉

Am nächsten Morgen regnete es leider immer noch in Strömen, sodass es wenig Sinn ergeben hätte, auf den West Highland Way zu gehen, wie wir es ursprünglich geplant hatten. Auch unsere Fahrradtour ist natürlich – wortwörtlich – ins Wasser gefallen. In diesem Sinne: Willkommen in Schottland!
Den Morgen haben wir also dementsprechend ganz entspannt zu Hause verbracht, und haben dann gegen Mittag endlich gewagt, uns dem Regen zu stellen. Wir haben uns also – leider immer noch im Regen – Balloch angesehen, waren am Balloch Castle und sind am Loch Lomond entlang spaziert. Ach, wie herrlich es bei schönem Wetter sein müsste. Aber, aufgewachsen in Deutschlands Norden, wissen wir natürlich, was es heißt, mit schlechtem Wetter umzugehen.
Unabhängig davon, war Balloch wirklich schön und die Gegend um Loch Lomond herum ist wirklich schön – und das sogar im Regen! An den Loch Lomond Shores haben wir dann eine Kaffeepause eingelegt, in erster Linie, um die nassen Sachen ein wenig zu trocknen. Außerdem braucht Lisa natürlich ihren täglichen Scone – ohne den geht nämlich nichts!

Als wir wieder zu Hause angekommen waren, haben wir den Rest des Tages entspannt verbracht – unsere Hosts waren ausgeflogen, sodass wir das Haus für uns hatten. So macht Couchsurfing Spaß 😉

Am nächsten Morgen schien der Wetter-Gott langsam ein bisschen Einsehen mit uns zu haben: es war zwar immer noch nicht schön, aber immerhin hatte es weitestgehend aufgehört zu regnen. Das mussten wir uns zu Nutze machen und sind in den nächsten Bus nach Balmaha gesprungen. In Balmaha angekommen, wollten wir die Wanderung zum Conic Hill machen, da uns gesagt worden ist, dass der recht kurze, aber steile Anstieg, sich auf jeden Fall lohnt und man eine einmalige Aussicht geboten bekommt. Im leichten Nieselregen sind wir also dort hinaufgestiefelt (leider im falschen Schuhwerk!) – und so suboptimal es auch war, im Regen den matschigen Anstieg zu bewältigen, hat es sich doch allemal gelohnt! Wir hatten einen traumhaften Ausblick über Loch Lomond und endlich hatten wir das Gefühl, das zu sehen zu bekommen, worauf wir das ganze Wochenende gewartet hatten! Und ich muss zugeben, dass ich denen, die vorher gesagt haben, dass Loch Lomond viel sehenswerter ist als Loch Ness, Recht geben muss!

Als wir den Abstieg hinter uns gebracht hatten, haben wir noch einen Spaziergang am Loch entlang gemacht. Wenige Tage vorher hatte ich nämlich gelesen, dass es – ähnlich wie im Loch Ness – auch im Loch Lomond ein Seeungeheuer gibt. Dabei kann es sich natürlich nur um Lommie handeln!

Bevor wir dann den Bus zurück nach Balloch genommen haben, sind wir auch hier noch Kaffee trinken gegangen, dann ein Tag ohne Scone ist ein verlorener Tag!

Was wir auf diesem Wochenendausflug gelernt haben, sind vermutlich dreierlei:
1. Lommie verbreitet Angst und Schrecken im Loch Lomond!
2. Auf der Insel Inchconnachan im Loch leben Wallabies!
3. Your body is your castle!

Auch in den nächsten Tagen stand noch einiges auf unserem Plan: Dienstag sind wir nach Glasgow gefahren (dass ich eigentlich Uni gehabt hätte, muss an dieser Stelle ja nicht erwähnt werden 😉 ) und haben uns dort in aller Seelenruhe – und strahlendem Sonnenschein! – die Stadt angesehen, Lisa hat ihren langersehnten Deep Fried Mars Bar bekommen und zum krönenden Abschluss des Tages waren wir noch ein wenig bummeln.
Als wir hoch zur Necropolis in Glasgog gestiefelt sind, wurden wir leider von einem merkwürdigen Mann verfolgt, der an der University of Glasgow arbeitet, und uns mit unzähligen Fun-Facts zu Glasgow versorgt hat. Dass wir wenig Interesse hatten, die Konversation weiterzuführen, ist ihm ganz augenscheinlich entgangen.

Am nächsten Tag sind wir dann (nach der Uni!) sind wir dann noch zum nahegelgenen Cadzow Castle gewandert – zumindest hatten wir es vor. Die Wanderung war dann eher weniger schön und führte uns – aufgrund von Bauarbeiten – quasi zum Großteil über die Autobahn. Naja, nicht schön, aber selten, und in jedem Fall abenteuerlich!
Als wir dann ENDLICH am Castle ankamen und es zunehmend kälter wurde, war die Besucherzeit leider auch gerade vorbei, sodass sich die Mühen eigentlich nicht bezahlt gemacht haben. Der niedliche alte Mann, der dort arbeitet, hat dann aber extra noch kurz gewartet, sodass wir uns noch ein wenig umsehen und Fotos machen können. So nett die Schotten!

Der letzte Ausflug führte uns dann letztlich nach Edinburgh, wo wir mal wieder aktiv unterwegs waren und unbedingt den Arthur’s Seat erklimmen wollten, um einen traumhaften Blick über Edinburgh zu bekommen. Da uns im Vorwege allerdings gesagt habe, dass es um die 2-3 Stunden dauern würde, haben wir unseren Plan schon scheitern sehen, da wir uns ja auch den Rest der Stadt noch ansehen wollten!
Uns wurde dann empfohlen, wenn wir den kürzeren Weg nehmen würden, würden wir ruckzuck oben sein! Ungünstig natürlich, dass es sich dabei um den viel schwierigeren und steileren Weg handelte… Blöd gelaufen! Aber natürlich kein Problem für uns! Und außerdem war es so wunderschön, dass es gar nicht schlimm war, dass der Aufstieg so anstrengend war 🙂

Darüber hinaus stand natürlich mal wieder jede Menge Sightseeing auf dem Plan, sowie unser langersehnte Besuch im „Harry Potter Café“, in dem JK Rowling anfing, ihre so wunderbaren Bücher zu schreiben.
Ich war mal wieder ganz begeistert von Edinburgh und es war natürlich auch nicht gerade schwer, Lisa davon zu überzeugen, wie schön es dort ist. ich glaube, sie wäre am liebsten gar nicht wieder nach Haus geblieben – und ich hätte natürlich auch nichts dagegen gehabt, wenn sie noch geblieben war. (Auch wenn natürlich der „fliegende Wechsel“ am nächsten Tag genauso schön war – aber dazu bald mehr!)

 

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Zwischen Nessie und Kreisverkehren…

…ODER: Dickpopse in Schottland!

Wenn ich mich schon im europäischen Ausland aufhalte, darf natürlich eine Person nicht fehlen. Nach Deutschland, England und Ungarn war es jetzt also an der Zeit, gemeinsam Schottland zu erkunden. Nach einer Woche Pause nach einer dreiwöchigen Reise, war es also Zeit, mich wieder auf den Weg nach Edinburgh zu machen, um Mimi dort zu treffen. Nach kurzer Planung im Vorwege, haben wir uns dazu entschlossen, ein Auto zu mieten und in Richtung Loch Ness und Inverness zu fahren, da Mimi Schottland nicht verlassen wollte, ohne das Monster von Loch Ness leibhaftig gesehen zu haben.
Wenn man unsere gemeinsame Vergangenheit, was das Autofahren im Ausland (und im Inland 😀 ) betrifft, hat man versucht, uns nahezulegen, lieber mit dem Bus zu fahren, aber das sollte für uns natürlich kein Problem darstellen.

Um das Ganze wieder so günstig wie möglich zu halten, haben wir uns in Inverness und Aberdeen Couchsurfer gesucht – für Mimi die erste Erfahrung dieser Art zu reisen. Nachdem wir uns in Edinburgh getroffen hatten, ging es mit unserem kleinen Flitzer dann auch schon los gen Norden. Leider wollte das Wetter an diesem Tag nicht so recht mitspielen, aber das war nicht so dramatisch, da wir ja den größten Teil des Tages im Auto verbrachten. Was uns geboten wurde, war also eine traumhaft schöne Strecke, mit atemberaubender Landschaft und weißen Bergspitzen.

Nach stundenlanger Fahrt kamen wir dann in Inverness an und es schien, als hätten wir die Lage unserer Hosts optimal gewählt, denn die Aussicht, die wir hatten, schien schon im Dunkeln einmalig zu sein. Nachdem niemand auf unser Klopfen reagiert hat und die Tür sowieso offen stand, sind wir dann einfach mal direkt ins Haus marschiert, um uns vorzustellen. Nachdem wir alle kennengelernt hatten, wurden wir dann auch direkt zum Abendessen eingeladen, was uns natürlich ganz gut passte, so mussten wir nicht selbst kochen. Der Abend gestaltete sich als ziemlich witzig und der 13-Jährige Sohn unserer „Gastfamilie“ hat uns außerordentlich gut unterhalten mit seinen Geschichten über High School Musical, Glee und seiner Schar an „girlfriends“. Nachdem wir schon vor Lachen Bauchweh hatten, sind wir dann noch auf ein Bierchen nach Inverness reingefahren, wo leider Mimis Kreditkarte vom Bankautomaten geschluckt wurde, was wir insgeheim schon geahnt hatten. (Die Banken können NIX!) Nicht sicher, ob wir lachen oder weinen sollten, haben wir für den Rest des Abends einen großen Bogen um Banken gemacht.
Als wir wieder „zu Hause“ angekommen sind, sind wir hundemüde in unsere Bettchen gekrochen, in die Julia uns extra nach Wärmflaschen gelegt hatte, damit uns nicht so kalt wird.

Am nächsten Morgen sind wir bei einer traumhaften Aussicht aufgewacht, haben nur kurz gefrühstückt und haben uns dann auch schon auf den Weg gemacht, um Nessie zu finden.

Die Fahrt am Loch entlang war wieder einmal ziemlich beeindruckend und wir haben mehrfach angehalten, um den Ausblick zu genießen, bevor wir überhaupt in Drumnadrochit angekommen sind. Dort haben wir Ausschau nach Nessie gehalten, wurden aber leider enttäuscht 😦 Vorerst mussten wir uns also mit „Fake-Nessie“ begnügen.

In Drumna wurde uns dann noch der Tipp gegeben, auf jeden Fall noch zu den Flodda Falls zu fahren, das seien die beeindruckendsten Wasserfälle in Schottland. Die Flodda Falls heißen im Übrigen eigentlich Plodda Falls, aber der Name hat uns zunehmend an die Familie „Flodder“ erinnert, sodass es für uns eben die Flodda Falls sind. Zunächst sollte es allerdings zum Urquhart Castle bekommen. Auch hier hatten wir Glück, von einem Einheimischen einen Tipp zu bekommen, wie wir den schönsten Blick erhaschen könnten, ohne Eintritt zu zahlen. (Julia hat uns hinterher jedoch gesagt, dass es wohl doch sehr lohnenswert sei, hineinzugehen, aber nun gut, da war es dann auch schon zu spät.)  An der Aussichtsplattform des Burgruine wurden wir dann auch fündig und konnten GANZ SICHER einen Blick auf Nessie erhaschen – auch wenn es auf den Bildern natürlich sehr schlecht zu erkennen ist, aber das ist ja leider immer so 😦

Danach sollte es dann also weitergehen zu den Flodda Falls. Nachdem wir uns ein paar Mal verfahren und ein paar Runden um den Block gedreht hatten, waren wir dann endlich auf der richtigen Route. Zwar war die Strecke so furchtbar, dass wir uns zwischenzeitlich gefragt haben, ob das wirklich eine so sinnvolle Idee war, aber da wir dann schon unterwegs waren, wäre umdrehen auch sinnlos gewesen – und schließlich bin ich auch über genügend grauenvolle afrikanische Straßen gebrettert, so wird doch wohl Schottland keine Herausforderung darstellen. Tja, zu früh gefreut, ich hab dann doch drei Kreuze gemacht, als wir auf dem lang ersehnten Parkplatz ankamen. Den Rest des Weges zu den Wasserfällen sind wir dann gelaufen und waren bei unserer Ankunft zunächst einmal enttäuscht, denn so groß sah der Spaß irgendwie gar nicht aus. Wir sind dann einfach noch ein wenig weiter gelaufen und standen dann letztlich auf einer Aussichtsplattform, von der wohl der nette Mann in Drumna stand, denn plötzlich war es doch ein bisschen größer als anfangs vermutet – und darüber hinaus wirklich, wirklich schön 🙂

Den Rest des Tages haben wir dann noch genutzt, um uns auch Inverness am Tage anzusehen und obwohl viele böse Zungen vorher schlecht über Inverness geredet haben, fanden wir es eigentlich sehr niedlich.
Am Abend haben wir dann für unsere Hosts gekocht, allerdings schienen sie von unseren Kochkünsten nicht so begeistert gewesen zu sein, aber naja, der Gedanke zählt halt. Wir sind dann ziemlich erledigt ins Bett gefallen und am nächsten Morgen sind wir dann auch schon die Weiterreise angetreten.
Wir hatten noch einen Stopp in Aberdeen eingeplant und wieder einmal war die Fahrt allein – bei strahlendem Sonnenschein – eine Reise wert. In Aberdeen haben wir uns vor allem den Strand und das zuckersüße nebenliegende Fischerdörfchen angesehen, bevor wir zu unseren Hosts aufgebrochen sind. Die beiden waren leider nicht zu Hause, obwohl wir uns lange vorher angekündigt hatten 😀 Wieder einmal zwischen Lachen und Weinen sind wir also mit Sack und Pack in den nächsten Pub marschiert und haben dort gewartet, bis wir endlich die Nachricht bekommen hatten, dass die beiden nun zu Haus seien. Ahja, sehr freundlich 😀

Wieder einmal recht früh, ging es dann am Montagmorgen weiter und unsere Hosts hatten ganz offenbar wenig Lust uns zu verabschieden und in dem Moment, als wir das Haus verlassen hatten, kam dann die ganze entsetzte Nachricht, ob wir etwa schon gegangen seien… Ahja! Wir sind dann nach Edinburgh zurückgefahren und haben uns auch die Stadt noch angesehen, bis es dann zurück nach Hamilton ging, wo wir die letzten Tage verbracht haben.

Auf unserer Reise habe ich in erster Linie gelernt, dass die Schotten versessen sind auf Kreisverkehre. Ich glaube, ich bin in meinem gesamten Leben noch nie eine Strecke mit SO vielen Kreiseln gefahren, sodass wir uns schon Sorgen gemacht haben, wenn mal 3 Minuten keiner kam. Insgesamt sind wir in den vier Tagen um die 750 Kilometer gefahren und mussten dabei durch ganze 52 (!) Kreisverkehre – und JA, wir haben mitgezählt 😉

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Schottische Traditionen

Um hier mal kurz ein wenig die Reihenfolge meiner Reisen über den Haufen zu werfen, denke ich, es ist an der Zeit, dass ich auch Schottland als Land mal ein wenig Aufmerksamkeit schenke!

Zwar ist das schottische Englisch eine Sprache für sich, und es bedarf im Regelfall einiger Zeit, bis man sich daran gewöhnt hat und seinen Gegenüber versteht, aber im Zweifelsfall fährt man auch mit der „Lächeln & Nicken“-Strategie auch ganz gut.
Aber abgesehen davon ist Schottland wohl eines der schönsten und freundlichsten europäischen Länder – die Landschaft ist traumhaft schön und man kann sich hier so schön schnell von der Freundlichkeit der Schotten anstecken lassen!
Und wenn man genau hinschaut und genau hinhört, kann man Einhörner (nicht umsonst das Wappentier des Landes!) über die endlosen grünen Wiesen galoppieren sehen und auch den einen oder anderen Kobold husten hören. Das Land hat etwas Mystisches, auf das die Schotten sehr stolz sind!

Außerdem haben die Schotten so herrlich schöne Traditionen, egal ob hinsichtlich ihrer kulinarischen „Köstlichkeiten“ oder bezüglich ihrer Feste, die sie feiern. „Haggis“ (Schafsmagen, gefüllt mit Herz, Leber, Lunge und Nierenfett des Schafes!) zu essen konnte ich bisher mit Leichtigkeit umgehen, aber ein „deep fried Mars bar“ tut es im Notfall ja auch 😉

Um vertrauter mit den schottischen Traditionen zu werden, wollten wir schon lange zu einem Ceilidh gehen. Ein Ceilidh bezeichnete in traditioneller Form jegliche Form eines geselligen Beisammenseins. Heute versteht man darunter in erster Linie eine besondere – und eben recht traditionelle – Tanzveranstaltung. Vor allem in den Highlands werden – und das insbesondere in den Sommermonaten – viele Ceilidhs veranstaltet.
Nun leben wir weder in den Highlands, noch befinden wir uns in den Sommermonaten, also was tun? Glücklicherweise gibt es heutzutage auch relativ kommerzielle Veranstaltungen, sodass wir uns am 1.. April in Sloan’s, Glasgows ältestem Pub, wiederfanden, um genau das mitzuerleben.

Waren wir uns anfangs nicht so sicher, worauf wir uns da eingelassen haben, haben wir ziemlich schnell unseren Spaß an der Sache gefunden. Jeder Tanz wurde uns kurz vorgeführt und dann ging es auch schon los und wir haben in 2er-, 6er- oder 8er-Gruppen das Tanzbein geschwungen. Jeder Tanz hat einen Namen, von dem wir uns aber natürlich keinen einzigen merken konnten 😉 Überraschenderweise haben wir uns aber sehr gut geschlagen und haben – bis auf einen – jeden Tanz auf Anhieb verstanden und konnten uns die Schrittfolge merken. Naja, bis auf einen eben… Da waren wir komplett überfordert und wussten nicht wirklich, wo vorne und hinten ist. Da es sich dabei um eine 6er-Formation handelte, hatten wir dann auch noch das Pech, in genau der Gruppe zu landen, wo es niemand gecheckt hatte, sodass es uns auch niemand mehr erklären konnte und wir einfach nur umeinander rumgehüpft sind 😀
Wir hatten soviel Spaß an diesem schweßtreibenden Abend, dass wir auf Anhieb beschlossen haben, dass wir auf jeden Fall an noch einem Ceilidh teilnehemn wollen und dann auch gern die Jungs überzeugen wollen, mitzukommen. Die waren von der Idee bisher allerdings eher weniger begeistert… Das hat sich aber als nicht schlimm erwiesen, da die nächste – und letzte – Veranstaltung tatsächlich in den Highlands sein wird auf unserer bevorstehenden, letzten Reise 🙂

 

 

 

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